Nachbau: Pizza Hut’s Stuffed Crust Pizza für den Ofen

Nachbau: Pizza Hut’s Stuffed Crust Pizza für den Ofen

Pizza Hut hat mit der Stuffed Crust Pizza einen echten Klassiker geschaffen: ein luftiger Hefeteig, der am Rand mit einer ordentlichen Portion Käse gefüllt ist, sodass beim ersten Bissen ein warmer Käsefaden entsteht. Der Clou daran ist weniger die Technik als die Reihenfolge – der Käse muss eingeschlossen werden, bevor der Teig aufgeht, und der Rand braucht genug Teigmasse, damit er beim Backen nicht aufplatzt. In diesem Rezept bauen wir die Pizza komplett nach, mit genauen Mengen für ein Blech von etwa 30 × 40 cm, mit einem einfachen, aber aromatischen Tomatensugo, einer großzügigen Käseschicht und einem Rand, der auch im heimischen Ofen funktioniert. Wichtig ist ein gut vorgeheizter Ofen, ein Backstein oder ein umgedrehtes Blech als Unterlage und etwas Geduld beim Gehenlassen des Teigs. Wer die Pizza für Meal Prep vorbereiten möchte, kann den Teig samt Füllung vorformen und kalt stellen – dazu unten mehr.

Zutaten für ein Blech (4 Portionen)

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 550 (alternativ Type 405)
  • 300 ml lauwarmes Wasser (etwa 35 °C)
  • 7 g Trockenhefe (ein Päckchen) oder 21 g frische Hefe
  • 10 g Salz
  • 15 g Zucker
  • 25 g Olivenöl, plus etwas zum Einfetten

Für die Käsefüllung im Rand

  • 250 g Mozzarella (Block, gut abgetropft und trocken getupft)
  • 80 g geriebener Gouda oder Edamer (zum Abdichten der Naht)

Für die Tomatensauce

  • 400 g passierte Tomaten (oder geschälte Tomaten aus der Dose, püriert)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL getrocknetes Basilikum
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl

Für den Belag

  • 200 g geriebener Mozzarella (oder eine Mischung aus Mozzarella und Gouda)
  • 80 g Salami oder Pepperoni in dünnen Scheiben (optional)
  • 1/2 rote Paprika, in feinen Streifen
  • 1/2 kleine rote Zwiebel, in dünnen Ringen
  • 1 EL Olivenöl zum Beträufeln
  • Getrockneter Oregano zum Bestreuen

Benötigte Ausrüstung

  • Große Rührschüssel und Küchenmaschine mit Knethaken (oder Handmixer mit Knethaken)
  • Küchenwaage und Messbecher
  • Blech von etwa 30 × 40 cm oder ein rundes Pizzablech mit 32 cm Durchmesser
  • Backpapier
  • Nudelholz
  • Scharfes Messer oder Pizzaroller
  • Kleine Pfanne für die Sauce
  • Küchenthermometer (optional, aber hilfreich für das Wasser)
  • Pizzaschieber oder ein zweites Blech zum Wenden (optional)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Teig ansetzen

Das Wasser auf etwa 35 °C erwärmen – es sollte sich lauwarm anfühlen, nicht heiß, sonst stirbt die Hefe ab. In einer großen Schüssel Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker vermischen. Wasser und Olivenöl dazugeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine 8 Minuten bei mittlerer Stufe kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist und sich vom Schüsselrand löst. Bei Bedarf einen Esslöffel Mehl nachgeben, falls der Teig zu klebrig ist. Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel leicht einölen, den Teig hineinlegen, abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

2. Sauce vorbereiten

Während der Teig geht, das Olivenöl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Den Knoblauch darin 30 Sekunden anschwitzen, ohne dass er braun wird. Tomatenmark zugeben und eine Minute mitrösten, dann passierte Tomaten, Oregano, Basilikum, Zucker und Salz einrühren. Die Sauce bei kleiner Hitze 15 Minuten offen köcheln lassen, bis sie etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Sauce sollte eher dickflüssig sein, damit der Teig nicht durchweicht.

3. Käse für den Rand vorbereiten

Den Mozzarella-Block gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In etwa 1,5 cm dicke Stäbe schneiden, die über die gesamte Länge des Pizzarands reichen. Feuchtigkeit ist hier der Feind: Nasser Mozzarella gibt beim Backen Wasser ab und lässt den Rand aufplatzen. Den geriebenen Gouda zum Abdichten der Naht bereitstellen.

4. Teig ausrollen und Rand füllen

Den gegangenen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten, um die Luftblasen zu entfernen. Den Teig in zwei Portionen teilen: etwa zwei Drittel für den Boden und den Rand, ein Drittel für die Abdeckung des Randes. Die größere Portion zu einem Rechteck von etwa 34 × 44 cm ausrollen, sodass sie das Blech mit etwas Überstand bedeckt. Das Blech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf legen.

Die Mozzarellastäbe entlang des Teigrands platzieren, etwa 2 cm vom Rand entfernt, sodass rundherum ein Rand von 2 cm frei bleibt. Die Teigränder über den Käse klappen und fest andrücken. Die Naht mit dem geriebenen Gouda bestreuen und nochmals gut zusammendrücken – dieser Schritt ist entscheidend, damit der Käse beim Backen nicht ausläuft. Den restlichen Teig zu einem Streifen ausrollen und als zusätzliche Abdeckung über die Naht legen, falls gewünscht. Den gefüllten Rand mit den Fingern leicht andrücken, sodass er gleichmäßig dick ist.

5. Boden vorbereiten und belegen

Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit sich keine großen Luftblasen bilden. Die abgekühlte Tomatensauce gleichmäßig auf dem Boden verteilen, dabei etwa 1 cm Abstand zum gefüllten Rand lassen. Den geriebenen Mozzarella darüberstreuen, dann Salami, Paprika und Zwiebelringe verteilen. Mit einem Esslöffel Olivenöl beträufeln und mit Oregano bestreuen.

6. Backen

Den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, idealerweise mit einem Backstein oder einem umgedrehten Blech auf der mittleren Schiene. Das Blech mit der Pizza auf das heiße Blech oder den Stein setzen und 12 bis 15 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und der Käse blubbert. Bei Umluft 230 °C verwenden und die Backzeit auf 10 bis 13 Minuten verkürzen. Falls der Rand zu schnell dunkel wird, die Pizza nach 10 Minuten mit Alufolie abdecken. Die Pizza nach dem Backen 3 bis 4 Minuten ruhen lassen, damit der Käse im Rand etwas fest wird, bevor sie angeschnitten wird.

Servieren und Portionen

Die Pizza ergibt 4 großzügige Portionen oder 8 kleinere Stücke. Mit einem scharfen Messer oder Pizzaroller schneiden, dabei den Rand in breite Stücke teilen, damit in jedem Stück ein Stück Käsefüllung steckt. Dazu passen ein einfacher grüner Salat mit Zitronendressing oder ein Knoblauchdip. Die Pizza schmeckt am besten frisch aus dem Ofen, wenn der Käse im Rand noch weich ist.

Praktische Tipps für den perfekten Stuffed Crust

  • Trockener Mozzarella: Mozzarella mindestens 30 Minuten vor dem Verarbeiten abtropfen lassen und trocken tupfen. Alternativ eignet sich Käsestring oder ein fester Mozzarella mit niedrigem Feuchtigkeitsgehalt.
  • Naht gut verschließen: Die Naht des Rands mit Gouda bestreuen und fest andrücken. Ein kleiner Teigstreifen als Abdeckung erhöht die Sicherheit zusätzlich.
  • Heißer Ofen: Ein gut vorgeheizter Ofen mit Backstein sorgt für einen knusprigen Boden und einen gleichmäßig gebackenen Rand.
  • Nicht zu viel Sauce: Zu viel Sauce macht den Boden weich. Die Sauce vor dem Belegen einkochen lassen.
  • Teig nicht zu dünn ausrollen: Der Rand braucht genug Teigmasse, damit die Käsefüllung eingeschlossen bleibt. Etwa 4 bis 5 mm Dicke sind ideal.
  • Ruhen lassen: Nach dem Backen 3 bis 4 Minuten warten, damit der Käse im Rand nicht sofort ausläuft.

Variationen und Substitutionen

  • Käse: Statt Mozzarella eignen sich Käsestring, Scamorza oder ein milder Cheddar. Für eine würzigere Note einen Teil des Mozzarellas durch geräucherten Käse ersetzen.
  • Teig: Für eine Vollkornvariante 150 g des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen und die Wassermenge um 20 ml erhöhen. Für eine schnellere Version fertigen Pizzateig aus dem Kühlregal verwenden, dann die Gehzeit überspringen.
  • Hefe: Frische Hefe in 21 g verwenden und in lauwarmem Wasser auflösen, bevor sie zum Mehl kommt.
  • Belag: Statt Salami eignen sich Champignons, Artischockenherzen, Oliven oder Spinat. Für eine vegetarische Version den Belag rein pflanzlich halten und den Rand mit pflanzlichem Käse füllen, der gut schmilzt.
  • Sauce: Eine schnelle Alternative ist fertige Pizza-Sauce, die mit Oregano und einem Teelöffel Tomatenmark angereichert wird.

Aufbewahrung und Meal Prep

Die fertig gebackene Pizza hält sich im Kühlschrank in einer luftdichten Dose 2 bis 3 Tage. Zum Aufwärmen den Ofen auf 180 °C vorheizen und die Pizza 6 bis 8 Minuten auf einem Blech backen, damit der Boden wieder knusprig wird. In der Mikrowelle wird der Rand weich, deshalb ist der Ofen die bessere Wahl.

Für Meal Prep lässt sich der Teig samt Käsefüllung vorbereiten: Den gefüllten Teigboden auf dem Blech vorformen, mit Frischhaltefolie abdecken und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Vor dem Belegen 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Die Sauce separat aufbewahren und erst kurz vor dem Backen aufstreichen. So bleibt der Boden knusprig. Auch die fertig belegte Pizza kann man einfrieren: Nach dem Belegen, aber vor dem Backen, für 2 Stunden auf einem Blech vorfrieren, dann in Folie wickeln und bis zu 2 Monate lagern. Zum Backen direkt aus dem Gefrierschrank bei 250 °C etwa 18 bis 22 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist.

Wer sich für weitere Copycat-Rezepte für Meal Prep interessiert, findet auf der Seite eine Idee für Chili’s Southwestern Eggrolls als günstige Meal-Prep-Variante sowie ein Rezept für Panera Kitchen Sink Cookies für etwa 1 Euro pro Portion. Beide eignen sich gut, um Reste sinnvoll zu verwerten und die Vorbereitung für die Woche zu planen.

Häufig gestellte Fragen

Warum platzt der Käserand beim Backen auf?

Meist liegt es an zu feuchtem Mozzarella oder an einer schlecht verschlossenen Naht. Den Käse vor dem Einfüllen gründlich trocken tupfen, die Naht mit geriebenem Gouda bestreuen und fest andrücken. Zusätzlich hilft ein schmaler Teigstreifen über der Naht. Auch ein zu dünn ausgerollter Rand kann aufplatzen, deshalb den Teig am Rand etwa 4 bis 5 mm dick lassen.

Kann ich die Pizza ohne Backstein backen?

Ja. Ein umgedrehtes Blech, das mindestens 20 Minuten im Ofen vorgeheizt wird, erfüllt denselben Zweck. Das Blech mit der Pizza auf das heiße Blech setzen und die Backzeit eventuell um 2 bis 3 Minuten verlängern. Wichtig ist, dass der Ofen wirklich heiß ist, bevor die Pizza hineinkommt.

Wie verhindere ich einen durchweichten Boden?

Die Tomatensauce vor dem Belegen einkochen lassen, damit sie dickflüssig ist. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen und die Pizza nicht zu lange vor dem Backen stehen lassen. Wer die Pizza vorbereitet, sollte die Sauce getrennt aufbewahren und erst kurz vor dem Backen aufstreichen.

Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?

Ja. Den Teig nach dem Kneten abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Tag 30 bis 45 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen, dann ausrollen und weiterverarbeiten. Der Teig wird durch die lange kalte Gare aromatischer und lässt sich besser formen.

Eignet sich die Pizza zum Einfrieren?

Ja, sowohl vor als auch nach dem Backen. Vor dem Backen die belegte Pizza 2 Stunden vorfrieren, in Folie wickeln und bis zu 2 Monate lagern. Direkt aus dem Gefrierschrank bei 250 °C etwa 18 bis 22 Minuten backen. Nach dem Backen in Portionsstücke schneiden, einfrieren und bei 180 °C in 8 bis 10 Minuten aufwärmen.

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