Copycat: Arby’s Roast Beef Sandwich mit Zwiebel‑Relish
Ein saftiges Roastbeef, dünn aufgeschnitten, auf einem weichen Sesambrötchen und darüber ein süß-säuerliches Zwiebel-Relish: Wer schon einmal bei Arby’s gegessen hat, kennt diese Kombination. Der „Arby’s Roast Beef Sandwich mit Zwiebel-Relish“ ist für viele der Inbegriff des amerikanischen Deli-Sandwichs – unkompliziert, herzhaft und mit dieser typischen Balance aus Fleisch, Brot und einem Topping, das dem Ganzen erst seinen Charakter gibt. In diesem Artikel zeigen wir dir eine vollständige Copycat-Version, die du zu Hause nachbauen kannst: mit genauen Mengenangaben, Schritt-für-Schritt-Anleitung, praktischen Alternativen für schwierige Zutaten und Tipps zur Lagerung. Das Rezept ist für 4 Sandwiches ausgelegt und lässt sich gut vorbereiten – ideal also auch für alle, die gerne in größeren Portionen kochen oder Meal Prep betreiben.
Was macht das Arby’s-Sandwich so besonders?
Das Geheimnis liegt weniger in einer komplizierten Technik als in der Kombination der Komponenten. Drei Dinge sind entscheidend: Erstens das Fleisch. Klassisches Roastbeef wird bei niedriger Temperatur gegart, bleibt dadurch saftig und wird hauchdünn aufgeschnitten – so dünn, dass es fast wie gefaltet auf dem Brötchen liegt. Zweitens das Brötchen: ein weiches, leicht süßliches Sesambrötchen (im Original ein „Onion Roll“ mit Zwiebelstückchen), das nicht zu dominant ist und das Fleisch nicht erdrückt. Drittens das Zwiebel-Relish: ein süß-säuerlicher, leicht würziger Aufstrich aus kleingeschnittenen Zwiebeln, der an ein mildes Chutney erinnert und dem Sandwich Frische und Tiefe gibt.
Für die Copycat-Version zu Hause bedeutet das: Wir garen das Roastbeef selbst (oder verwenden hochwertigen Aufschnitt als Abkürzung), rösten die Brötchen kurz an und stellen das Zwiebel-Relish aus wenigen Zutaten her. Das Relish ist dabei der Star – es lässt sich in größerer Menge kochen und hält sich im Kühlschrank mehrere Tage, sodass du jederzeit ein Sandwich zusammenbauen kannst.
Zutaten für 4 Sandwiches
Für das Roastbeef
- 600 g Rinderbraten (z. B. aus der Keule oder ein „Top Round Roast“), pariert
- 1 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
- 1 TL grobes Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- ½ TL Paprikapulver (edelsüß)
- ¼ TL Knoblauchpulver
- ¼ TL Zwiebelpulver
- 200 ml Rinderbrühe (oder Wasser)
Für das Zwiebel-Relish
- 2 mittelgroße Zwiebeln (ca. 250 g), fein gewürfelt
- 2 EL neutrales Öl
- 3 EL brauner Zucker
- 4 EL Apfelessig
- 2 EL Wasser
- 1 TL Senfkörner (optional, aber empfehlenswert)
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- 1 kleine Prise Cayennepfeffer oder Chiliflocken
Für den Zusammenbau
- 4 weiche Sesambrötchen (alternativ Brioche- oder Burger-Buns)
- 2 EL weiche Butter oder Mayonnaise zum Bestreichen
- Optional: 4 Scheiben milder Cheddar oder Schweizer Käse
- Optional: einige Blätter Romanasalat oder Rucola
Benötigte Ausrüstung
- Backofen mit Umluft- oder Ober-/Unterhitze-Funktion
- Bratpfanne oder Bräter mit Deckel (ofenfest)
- Fleischthermometer (sehr empfehlenswert)
- Scharfes Messer oder Aufschnittmaschine für hauchdünne Scheiben
- Kleiner Topf für das Relish
- Schneidebrett, Küchenmesser, Messbecher, Messlöffel
- Alufolie zum Ruhenlassen des Fleisches
Zubereitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Das Fleisch vorbereiten
Den Rinderbraten etwa 30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annimmt. Trocken tupfen. Mit Öl einreiben und mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Knoblauch- und Zwiebelpulver rundum würzen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Schritt 2: Das Roastbeef garen
Die Bratpfanne oder den Bräter auf dem Herd erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten (etwa 2–3 Minuten pro Seite), bis es eine braune Kruste hat. Dann 200 ml Rinderbrühe angießen, den Bräter abdecken und in den Ofen schieben. Bei 160 °C garen, bis die Kerntemperatur 58–60 °C erreicht (für medium rare) – das dauert je nach Dicke des Bratens etwa 60–75 Minuten. Für medium (etwa 63–65 °C) entsprechend länger garen. Das Fleisch aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und 15–20 Minuten ruhen lassen. Anschließend in sehr dünne Scheiben schneiden (idealerweise 1–2 mm).
Schritt 3: Das Zwiebel-Relish kochen
Während das Fleisch gart, das Relish zubereiten. Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die fein gewürfelten Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten glasig anschwitzen – sie sollen weich werden, aber nicht dunkelbraun. Braunen Zucker, Apfelessig, Wasser, Senfkörner, Salz, Pfeffer und die Prise Cayennepfeffer hinzufügen. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sirupartig eingekocht ist und die Zwiebeln leicht glasig glänzen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Das Relish sollte dickflüssig sein, aber noch etwas „Saft“ haben – es darf nicht trocken wirken.
Schritt 4: Die Brötchen vorbereiten
Die Sesambrötchen halbieren. Die Schnittflächen dünn mit weicher Butter oder Mayonnaise bestreichen. In einer Pfanne oder auf einem Backblech unter dem Grill kurz anrösten, bis sie goldbraun sind – das gibt Halt und verhindert, dass das Brot durch das Relish durchweicht.
Schritt 5: Das Sandwich zusammenbauen
Die untere Brötchenhälfte mit etwas Relish bestreichen. Darauf eine großzügige Portion dünn geschnittenes Roastbeef (etwa 150 g pro Sandwich) legen – das Fleisch locker „auffächern“, nicht fest andrücken. Optional eine Scheibe Käse darauflegen und kurz unter dem Grill schmelzen lassen. Nun einen Esslöffel Zwiebel-Relish über das Fleisch geben und mit Salatblättern und der oberen Brötchenhälfte abschließen. Sofort servieren.
Tipps für das perfekte Copycat-Ergebnis
- Dünn schneiden ist entscheidend: Je dünner das Fleisch, desto zarter wirkt das Sandwich. Falls du keine Aufschnittmaschine hast, das Fleisch vor dem Schneiden 20 Minuten in den Kühlschrank legen – so lässt es sich gleichmäßiger schneiden.
- Nicht zu stark durchgaren: Roastbeef trocknet schnell aus. Ein Fleischthermometer ist die sicherste Methode, um den gewünschten Garpunkt zu treffen.
- Relish am Vortag kochen: Das Zwiebel-Relish schmeckt durchgezogen am nächsten Tag noch besser. Es lässt sich problemlos vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.
- Brötchen anrösten: Dieser kleine Schritt verhindert, dass das Sandwich matschig wird, und gibt zusätzlichen Geschmack.
- Fleisch lauwarm oder kalt verwenden: Das Original wird mit warmem Fleisch serviert, aber auch kaltes Roastbeef funktioniert hervorragend – besonders für Meal Prep.
Praktische Alternativen und Substitutionen
- Kein Rinderbraten zur Hand? Hochwertiger Roastbeef-Aufschnitt vom Metzger oder aus dem Kühlregal ist eine gute Abkürzung. Achte auf eine dünne Schnittstärke und möglichst wenige Zusatzstoffe.
- Kein brauner Zucker? Alternativ Honig oder Ahornsirup verwenden, dann aber die Menge etwas reduzieren, da beide süßer sind.
- Kein Apfelessig? Weißweinessig oder Rotweinessig funktionieren ebenfalls, verändern aber die Geschmacksnote leicht.
- Sesambrötchen nicht verfügbar? Weiche Brioche-Buns, Milchbrötchen oder klassische Burger-Buns sind gute Alternativen.
- Vegetarische Variante: Statt Roastbeef gebratene Portobello-Pilze oder kräftige Linsenbratlinge verwenden – das Relish passt dazu hervorragend.
Lagerung und Meal Prep
Das Roastbeef lässt sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter etwa 3–4 Tage aufbewahren. Am besten schneidest du es erst kurz vor dem Servieren, damit es saftig bleibt. Das Zwiebel-Relish hält sich ebenfalls 5–7 Tage im Kühlschrank – es sollte in einem sauberen Glas mit Deckel aufbewahrt werden. Die Brötchen am besten frisch kaufen oder einfrieren und vor dem Servieren kurz aufbacken.
Für Meal Prep kannst du alle Komponenten getrennt vorbereiten: Fleisch scheiden, Relish im Glas, Brötchen separat verpackt. So kannst du morgens ein Sandwich zusammenstellen und mitnehmen – ideal für Büro oder unterwegs. Wenn du gerne mehrere Portionen vorbereitest, lohnt sich ein Blick auf unsere Meal-Prep-Version des Chick-fil-A-Sandwichs oder die Philly-Cheesesteak-Variante für 5 Euro pro Portion – beide zeigen, wie gut sich Sandwiches für die Vorbereitung eignen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich das Roastbeef auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das ist möglich. Gib den gewürzten Braten mit 200 ml Brühe in den Slow Cooker und gare ihn auf niedriger Stufe 6–8 Stunden, bis er sich leicht zerteilen lässt. Allerdings wird das Fleisch dadurch weicher und weniger „roastbeef-typisch“ im Biss – für die klassische Variante ist die Ofenmethode besser geeignet. Wenn du den Slow Cooker verwendest, schneide das Fleisch nach dem Abkühlen sehr dünn.
Wie lange hält sich das Zwiebel-Relish und kann ich es einfrieren?
Im Kühlschrank hält sich das Relish in einem sauberen Schraubglas etwa 5–7 Tage. Einfrieren ist möglich, allerdings verändern sich Konsistenz und Biss etwas – die Zwiebeln werden weicher. Wenn du es einfrieren möchtest, portionsweise in Eiswürfelformen geben und nach dem Auftauen kurz erwärmen. Für den frischen Geschmack empfehlen wir jedoch die Lagerung im Kühlschrank.
Kann ich das Sandwich auch vegetarisch zubereiten?
Ja. Ersetze das Roastbeef durch gebratene Portobello-Pilze (mit etwas Sojasauce und Paprikapulver gewürzt) oder durch kräftige Gemüsebratlinge. Das Zwiebel-Relish passt zu beiden Varianten sehr gut. Auch gegrillter Halloumi oder Tempeh funktionieren als Fleischersatz und liefern eine herzhafte Textur.
Welches Brot eignet sich am besten, wenn ich keine Sesambrötchen finde?
Am nächsten kommt das Original mit weichen, leicht süßlichen Brötchen – zum Beispiel Brioche-Buns, Milchbrötchen oder klassische Burger-Buns. Wichtig ist, dass das Brot weich ist und nicht zu viel Eigengeschmack hat, damit das Fleisch und das Relish im Vordergrund stehen. Hartkrustige Baguettes oder Sauerteigbrot sind weniger geeignet, weil sie das Sandwich dominieren.
Kann ich das Fleisch am Vortag garen und am nächsten Tag servieren?
Ja, das ist sogar praktisch. Gare das Roastbeef am Vortag, lass es vollständig abkühlen und bewahre es im Kühlschrank auf. Schneide es erst am nächsten Tag – so bleibt es saftiger. Vor dem Servieren kannst du die Scheiben kurz in der Pfanne oder Mikrowelle erwärmen, oder du servierst das Sandwich kalt, wie es bei vielen Deli-Varianten üblich ist.
Wie viel Fleisch sollte ich pro Sandwich rechnen?
Für ein sättigendes Sandwich empfehlen wir etwa 150 g Roastbeef pro Portion. Das entspricht in etwa einer großzügigen Lage dünn aufgeschnittener Scheiben. Wenn du kleinere Sandwiches möchtest, kannst du die Menge auf 100–120 g reduzieren. Das Rezept mit 600 g Fleisch ergibt bei 150 g pro Portion genau 4 Sandwiches.
